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02/10/2022 – James Horrox: Gelebte Revolution – Anarchismus in der Kibbuzbewegung. Interview und Buchpräsentation (Ausschnitte) mit Übersetzer Lou Marin

Anarchismus in der Kibbuzbewegung. Aus dem Englischen von Lou Marin.

„Die Studie von James Horrox umfasst 140 Jahre Geschichte der Kibbuzbewegung. Von der zweiten bis zur vierten jüdischen Einwanderungswelle in Palästina 1904 bis 1932 waren die Kibbuzim anarchistisch geprägt und stark von Kropotkins kommunistischem Anarchismus, Landauers Siedlungssozialismus und Bubers binationalem Föderalismus beeinflusst.

Erst als die zionistisch-etatistische Strömung von Ben-Gurion und Menachem Begin in der Kibbuzbewegung ab den End-Dreißigerjahren die Oberhand gewann, wurde der Anarchismus in den Kibbuzim zurückgedrängt. Ganz erstarb er jedoch nie. Es kam nach reaktionären Phasen zu Formen der Renaissance, etwa ab den Neunzigerjahren in den urbanen Kibbuzim, als man sich der solidarischen Prinzipien der anarchistischen Frühphase wieder erinnerte.

Es gab Verbindungen zur jüngeren anarchistischen Bewegung in Israel, zu den neuen Kriegsdienstverweigerer*innen, zu äthiopisch-jüdischen Nachbarschaftsprojekten und sogar gemeinsame arabisch-jüdische Kibbuzim. Das Buch bringt verdrängte Geschichte zum Vorschein und deutet Perspektiven jenseits der latenten und manifesten Kriege der Gegenwart an.“ (Quelle: Verlag Graswurzelrevolution)

Der Übersetzer Lou Marin im Gespräch mit Daniela Fürst über eine mehr als 100 Jahre alte Form des kommunalen Zusammenlebens, die nicht nur aus anarchistischer Sicht einer realen Utopie gleichkommt und hinsichtlich einer möglichen alternativen Gesellschaftsform ein erprobtes Beispiel gelebter Praxis darstellt. Das Buch ist 2009 im Original und 2021 übersetzt im Verlag Graswurzelrevolution erschienen.

Beteiligte:
Horrox James (Autor/in)
Lou Marin (Übersetzerin/in)
Fürst Daniela (Redakteur/in)
https://literadio.org/hoerbeitrag/james-horrox-gelebte-revolution/

31/07/2011 – Warum Kommune?

“In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod” oder: Warum Kommune?
Eine Sendung über egalitäre Gemeinschaften mit Texten aus der Kommune Niederkaufungen und dem Kommuja-Netzwerk in Deutschland.

26/06/2011 – Egalitäre Kommunen

Egalitäre Kommunen sind freiwillige Gemeinschaften von Menschen, die nach den Wertvorstellungen des Egalitarismus leben – also Gleichheit. Die egalitären Kommunen wollen die gesellschaftlichen Verhältnisse ändern. Dazu tragen sie im gewissen Maße bereits durch ihre alternative Lebensweise bei.
In der Sendung werden verschiedene – gescheiterte und “erfolgreiche” – Beispiele von egalitären Kommunen aus dem 20. Jahrhundert vorgestellt.