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11/04/2021 – April in Stein (Wiederholung vom 05/04/2020)

Am 6. April 1945 jährt sich zum 75. Mal das Massaker im “Zuchthaus” Stein/Niederösterreich und die darauf folgende sogenannte „Kremser Hasenjagd“. Dieses “Endphaseverbrechen” im nationalsozialistischen Österreich, denen mehrere Hundert überwiegend politische Gefangene und einige Justizwachebeamte, die die Freilassung der Gefangenen organisiert hatten, zum Opfer fielen, ist eins der vielen verdrängten Kapiteln innerhalb der offiziellen Erinnerungskultur. In dieser Sendung fassen wir die Ereignisse zusammen, werfen einen Blick auf die juristische Aufarbeitung und deren Verankerung in der Nachkriegsjustiz sowie in Richtung Gedenken im postfaschistischen Österreich. Dass das Massaker in Stein nicht vergessen wird, ist unser Anliegen. Dass selbst viele Antifaschist_innen davon nichts wissen, wollen wir mit dieser Sendung korrigieren. Und da Gefangene uns als Anarchist_innen seit jeher besonders am Herzen liegen, wollen wir die Schicksale von eingesperrten Menschen auch innerhalb der eigenen Gedenkdiskurse in den Vordergrund rücken. Damit auch diese Opfer – die meisten davon rebellische und widerständige Charaktere – niemals vergessen sind.
Quellen & Lesetipps findet ihr auf a-radio.net

05/04/2020 – April in Stein

Am 6. April 1945 jährt sich zum 75. Mal das Massaker im “Zuchthaus” Stein/Niederösterreich und die darauf folgende sogenannte „Kremser Hasenjagd“. Dieses “Endphaseverbrechen” im nationalsozialistischen Österreich, denen mehrere Hundert überwiegend politische Gefangene und einige Justizwachebeamte, die die Freilassung der Gefangenen organisiert hatten, zum Opfer fielen, ist eins der vielen verdrängten Kapiteln innerhalb der offiziellen Erinnerungskultur. In dieser Sendung fassen wir die Ereignisse zusammen, werfen einen Blick auf die juristische Aufarbeitung und deren Verankerung in der Nachkriegsjustiz sowie in Richtung Gedenken im postfaschistischen Österreich. Dass das Massaker in Stein nicht vergessen wird, ist unser Anliegen. Dass selbst viele Antifaschist_innen davon nichts wissen, wollen wir mit dieser Sendung korrigieren. Und da Gefangene uns als Anarchist_innen seit jeher besonders am Herzen liegen, wollen wir die Schicksale von eingesperrten Menschen auch innerhalb der eigenen Gedenkdiskurse in den Vordergrund rücken. Damit auch diese Opfer – die meisten davon rebellische und widerständige Charaktere – niemals vergessen sind.
Quellenhinweise und Links auf unserem Blog.

28/02/2016 – Infos zur 1. Wiener Anarchistischen Büchermesse + Buchbesprechungen

In dieser Sendung gibt es erste Infos zur Ersten Wiener Anarchistischen Büchermesse und Buchvorstellungen von: Borschürenpräsentation: anarchistische Zeitschrift Revolte; Buchvorstellung: Jan Valtin, Tagebuch der Hölle; Buchvorstellung: Transversal, Solidarität als Übersetzung

20/09/2015 – Whose Story + Futschikato

Gedenken und Erinnern als Kämpfe der Gegenwart

Im Herbst 2015 organisiert das Uckermark Gedenkprojekt Wien ein Ausstellung über das ehemalige Mädchen-KZ Uckermark. Die Ausstellung ist die Basis für die Veranstaltungsreihe “Whose Story?” Die Veranstaltungen beschäftigen sich mit den in der Ausstellung dargestellten Teilaspekten und thematisieren ihre Wirkungen bis heute. Das große Thema der Veranstaltungsreihe sind also sogenannte Kontinuitäten von Nazismus. Im Rahmen eines Inputs des Gedenkprojekts und einer Diskussion mit Marika Schmiedt wird das Projekt “ Whose Story?” vorgestellt und aktuelle Gedenkpolitiken am Beispiel der Arbeit der Aktionskünstlerin Marika Schmiedt und dem aktuellen Beispiel des Konflikts um ein temporäres Denkmal für die ermordeten Romnija und Sintezze in Kirchstetten diskutiert.

10/11/2013 – Hinrichtungen von Nazis

Fast auf den Tag genau jährt sich heute zum 75. Mal der von den Nazis selbst als „Reichskristallnacht“ bezeichnete Novemberpogrom. Mit dem 9. November 1938 ging eine sich permanent radikalisierende antijüdische Politik der Nationalsozialisten in eine neue Phase. Während in den Jahren zuvor noch Ausgrenzung und Vertreibung im Mittelpunkt standen bedeutete der 9. November den Auftakt zur direkten Verfolgung, die dann wenige Jahre später in die „Endlösung der Judenfrage“ mündete. Somit steht die heutige Sendung des anarchistischen Radios im Zeichen des Gedenkens und Erinnerns an den 9. November 1938. Als Vorwand für den Pogrom diente den Nationalsozialisten die Exekution des NSDAP-Mitglieds Ernst Eduard von Rath in der Deutschen Botschaft in Paris durch den polnischen Juden Herschel Grynszpan. Die durch die jahrelange massive Propaganda aufgestachelte deutsche Bevölkerung konnte nun endlich ihren Hass und ihre Agressionen gegen den vermeintlichen Feind der Volksgemeinschaft freien Lauf lassen. Dabei hinterliessen sie eine blutige Spur der Zerstörung.
Wir werden zum Einstieg in das Thema dieser Sendung dem Attentat selbst genauer nachgehen. Exekutionen von Nazis sind auch jetzt gerade wieder ein brandaktuelles Thema in den Medien. Aus diesem Grund werden wir einen Blick nach Griechenland werfen und auf die dortigen Ereignisse zu sprechen zu kommen. Am 1. November wurden zwei Mitglieder der faschistischen Golden Dawn Partei, die den Saalschutz für ein Neonazi-Treffen machten, hingerichtet. Darüber werden wir ausführlich berichten und die unterschiedlich kolportierten Meldungen näher betrachten ebenso wie die Vorgeschichte: Die Ermordung des antifaschistischen Rappers Pavlos Fyssas. In Solidarität wird uns musikalisch Pavlos Fyssas und anderer griechischer Hip-Hop begleiten.

26/12/2010 – Lesung: Erich Mühsam

Erich Mühsam, 1878 in Berlin geboren, war Anarchist und Kommunist, Autor und Kabarettist und Publizist. Als Revolutionär war Mühsam lange eher einem Lebenswandel der Bohème nahe; 1918/19 mischte er bei der Münchener Räterepublik mit und saß dafür fünf Jahre in Festungshaft. Später war er selbst für Gefangenenunterstützung in der Roten Hilfe aktiv.
1933 wurde der deutsch-jüdische Anarchist von der SA verhaftet. 1934 wurde er im Konzentrationslager Oranienburg von den Nazis hingerichtet.
Die Sendung ist die stark gekürzte und bearbeitete Version einer Ausgabe von dschungelfunk auf Radio Corax im Oktober 2010, teilweise wurde die originale Moderation übernommen.
Zu hören sind Teile einer Konzert-Lesung (oder eines Lesungs-Konzerts) von Texten von und zu Erich Mühsam, gelesen bzw. gespielt von Harry Rohwohlt, Thomas Ebermann, Frank Spilker, Knarf Rellöm und Manuel Schwiers.
Links und weitere Infos auf unserem Blog

27/11/2005 – Eugenik am Spiegelgrund: Pseudowissenschaft und NS

Im Zuge der Film-Veranstaltungsreihe der Schwarzwurzeln zum Thema “Vergessene Opfer des Nationalsozialismus” gibt’s eine kleine Nachlese zur (Vor-)Geschichte der “Eugenik”, die als ein Kernbestandteil des Nationalsozialismus dann auch durch Mord und Vernichtung in die Tat umgesetzt wurde. Das ehemals “Spiegelgrund” beanannte psychiatrische Krankenhaus auf der Baumgartner Höhe in Wien war im 20. Jahrhundert, im Nationalsozialismus, ein Schauplatz unter vielen der Umsetzung genau dieser nationalsozialistischen eugenischen Programme.

In der Sendung geht’s einerseits um die Geschichte des biologistischen Rassismus als – schließlich nationalsozialistische – “Wissenschaft” und um die geistigen Väter und Vorläufer, und um die Rolle von Vertreter(Innen?) eines (pseudo)wissenschaftlichen biologistischen Rasissmus im Nationalsozialismus selber.