Die drei Beiträge dieser Sendung sind:
• Der 6. Februar – CommemorAction Day (https://commemoraction.net/)– ist ein transnationaler Gedenk- und Aktionstag, an dem der Opfer von Migration, Abschiebungen, rassistischer Polizeigewalt und der Isolation in Lagern und Haftzentren gedacht wird. Er ist dem Kampf gegen das Sterben an den Grenzen gewidmet und der Forderung nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die Opfer von Migration und ihre Angehörigen. Ihr hört Ausschnitte von der Kundgebung in Wien. Alle Reden könnt ihr hier nachhören: https://cba.media/757764
• Am 4. Februar wurden in Budapest die Urteile gegen Anna, Gabri und Maja gesprochen, zehn Tage später marschierten Neonazis durch die Stadt, während alle antifaschistischen Kundgebungen verboten wurden. Dazu gibt es einen Beitrag (https://cba.media/758463), den wir von Radio Helsinki übernommen haben und Teile von Majas Rede zum Prozessende. (https://www.basc.news/)
• Am Dienstag, den 17. Februar beginnt in Fort Worth, Texas der Prozess gegen neun der Prairieland Defendants, der von der Trump Administration und deren Unterstützer_innen als „first prosecution of Antifa“ – die ja seit September als „domestic terrorism“ gilt – verkauft wird. Am 4. Juli trafen sich einige Leute vor dem Prairieland Detention Center in Alvarado, Texas zu einer Noisedemo in Solidarität mit ICE Gefangenen. Die Polizei stellte das als Überfall mit Mordversuch dar und es folgte eine wochenlange Menschenjagd durch ein riesiges Polizeiaufgebot: Staats- und Bundesbeamte verhafteten alle Personen, die sie konnten, führten Hausdurchsuchungen durch, überwachten Telefongespräche und beschlagnahmten Eigentum. 19 Personen wurden verschiedenster Delikte angeklagt und sind von Haftstrafen zwischen 40 Jahren und lebenslänglich bedroht.
https://prairielanddefendants.com/
Und noch zwei Spendenaufrufe:
https://www.firefund.net/saveprosfygika
https://antipolitika.noblogs.org/about
Schlagwörter: aktivismus, antifaschismus, bewegungsfreiheit, eu-grenzregime, gedenken, Gefangene, geflüchtete, polizeigewalt, proteste, Prozess, rassimus, repression, ungarn, USA
In dieser Sendung hört ihr den Mitschnitt einer Infoveranstaltung über die Geschichte antifaschistischen Gedenkens an das Novemberprogoms in Wien der letzten 25 Jahre und die Enstehung und Arbeit des AK Gedenkrundgang. Hingewiesen wird ebenfalls auf den diesjährigen Rundgang. Dieser findet statt am: 16.November um 15Uhr am Yppenplatz, Payergasse 12, 1160 Wien Mehr Infos findet […]
Schlagwörter: antifaschismus, antisemitismus, gedenken, gedenkpolitik, nationalsozialismus
Diese Sendung ist Nicole, unserer anarchistischen Gefährtin und Freundin, gewidmet. Nach ihrem Tod haben sich viele Menschen an verschiedenen Orten versammelt, um gemeinsam zu gedenken, zu feiern, Geschichten auszutauschen und Inspirationen zu teilen. In Form einer Radiosendung wollen wir verschiedene Beiträge zusammentragen und uns daran beteiligen, Ausschnitte aus ihrer Geschichte zu verbreiten. Es erwarten euch ein Nachruf, ein Demobericht und Aufnahmen gegen Google und Amazon! Außerdem spielen wir ausgewählte Lieder für Nicole.
Am Ende der Sendung gibt es wieder aktuelle Ankündigungen für die nächste(n) Woche(n), wie z.B. die anarchistische Buchmesse in Wien – mehr Infos dazu findet ihr hier: abuchmesse.noblogs.org
Viva Anarchia!
Schlagwörter: anarchismus, gedenken, tod
Am Samstag 17. Mai 2008 wird ein anarchistisches Gedenken am Gelände des ehemaligen KZs Gusen stattfinden. Das Konzentrationslager Gusen war das erste Zweiglager des Konzentrationslagers Mauthausen. Es war das größte Außenlager, zeitweise größer als das Lager Mauthausen selbst. Mindestens 36.000 Menschen sind in Gusen zu Tode gequält worden. Trotzdem werden die Wenigsten beim Namen “Gusen” an das Todeslager denken, das sich von 1940-1945 dort befunden hat. Das ist “Vergangenheitsbewältigung” bestehend aus Ignorieren, Verdrängen und Opfermythos.
Schlagwörter: anarchismus, antifaschismus, gedenken, gusen, nationalsozialismus
Am 6. April 1945 jährt sich zum 75. Mal das Massaker im “Zuchthaus” Stein/Niederösterreich und die darauf folgende sogenannte „Kremser Hasenjagd“. Dieses “Endphaseverbrechen” im nationalsozialistischen Österreich, denen mehrere Hundert überwiegend politische Gefangene und einige Justizwachebeamte, die die Freilassung der Gefangenen organisiert hatten, zum Opfer fielen, ist eins der vielen verdrängten Kapiteln innerhalb der offiziellen Erinnerungskultur. In dieser Sendung fassen wir die Ereignisse zusammen, werfen einen Blick auf die juristische Aufarbeitung und deren Verankerung in der Nachkriegsjustiz sowie in Richtung Gedenken im postfaschistischen Österreich. Dass das Massaker in Stein nicht vergessen wird, ist unser Anliegen. Dass selbst viele Antifaschist_innen davon nichts wissen, wollen wir mit dieser Sendung korrigieren. Und da Gefangene uns als Anarchist_innen seit jeher besonders am Herzen liegen, wollen wir die Schicksale von eingesperrten Menschen auch innerhalb der eigenen Gedenkdiskurse in den Vordergrund rücken. Damit auch diese Opfer – die meisten davon rebellische und widerständige Charaktere – niemals vergessen sind.
Quellenhinweise und Links auf unserem Blog.
Schlagwörter: antifaschismus, antiknast, erinnerungskultur, gedenken, gefängnis, geschichte, knast, nationalsozialismus, stein