Bedřiška: Von der Ausgrenzung zur Selbstermächtigung – die Geschichte dieser Siedlung, in der Rom:nja und weiße seit 15 Jahren friedlich und selbstorganisiert zusammenleben, ist einzigartig und inspirierend – doch jetzt lässt die Stadt Ostrava Bedřiška abreissen, um Luxuswohnungen bauen zu können. Ein Musterbeispiel für kapitalgetriebene, rassistische Ungerechtigkeit.
Einladung zum Essen & Vortrag und Kurzfilm & Musik in 4lthangrund am Freitag, 05.12.2025, ab 18 Uhr Alte Mensa, Augasse 2-6, 1090 Wien
Neues von den technologischen Nichtsnutzen, den Capulcus (capulcu ist türkisch und bedeutet “Wegelagerer” bzw. “Nichtsnutz”): Von den „sozialen“ Medien und ihren polarisierenden Algorithmen über zerstörerischen KI-Bullshit zu den rechten Tech-Oligarchen und deren autokratisch-faschistoidem ‚Fortschritts‘-projekt.
Zu diesen Themen wird es im Laufe der nächsten Wochen Beiträge von capulcu zu hören geben. Heute geht‘s erstmal um das Geschäftsmodell „sozialer“ Medien, die Auswirkungen auf Meinungsbildung und politische Aushandlung und eine mögliche Definition der Realität im postfaktischen Zeitalter: „Realität ist das, was nicht weggeht, wenn du nicht dran glaubst“ (Philip K. Dick).
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Schlagwörter: antifaschismus, antikapitalismus, antirassismus, deeplearning, digitalisierung, häuserkampf, privacy, rassismus, selbstverwaltung, social media, soziale kämpfe, technologiekritik, wohnungsnot
Im Café Commun am 18. Juni ging es in der Kunsttankstelle Ottakring um die Bedeutung von Wohnen als Ware.
In einer Studie, die Sarah Kumnig gemeinsam mit Kolleg:innen der TU Wien im Auftrag der Arbeiterkammer durchgeführt haben, haben sie analysiert wie sich Immobilienpreise und die Eigentümer:innenstruktur am Zinshausmarkt in den letzten Jahren verändert haben, welche konkreten Verdrängungspraktiken von Vermieter:innen angewendet werden und wie sich Mieter:innen dagegen wehren.
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Schlagwörter: ausbeutung, mieten, spekulation, stadtentwicklung, wien, wohnen, wohnungsnot
In dieser Sendung hört ihr Ausschnitte einer Kundgebung, die am 18. Dezember vor Pecados Anwaltskanzlei im 4. Bezirk stattgefunden hat. Die Firma Pecado ist einer jener „Immobilienentwickler“, die Altbauten kaufen, um diese früher oder später „aufzuwerten“ und daraus teure Eigentumswohnungen zu machen. In der Zwischenzeit werden meist nicht lange in Österreich lebende Asylberechtigte eingemietet, derer man sich entledigt, sobald ein Umbau des Hauses möglich ist. Die Betroffenen sind so etwas wie der profitable Puffer, eine Übergangslösung im Immobilienentwicklungsprozess.
Außerdem gab es einen Bericht über die ohne Vorwarnung erfolgte Zwangsräumung des Knoten, eines queer-feministischen Raums im 20. Bezirk. Für die dadurch anfallenden Kosten gibt es eine Spendenaktion auf gofundme.
Dass der kapitalistische Umgang mit Wohnen als Ware von Rassismus betroffene Menschen besonders brutal trifft, wurde auch bereits in einer Kundgebung thematisiert, die am 18. Juli in der Kärntnerstraße vor dem Büro des Firmeninhabers der Immobilienfirma Mauerwerk stattfand – nachzuhören in der Sendung vom 8. September 2024 „Mauerwerk bekämpfen“.
Und zwischen den Redebeiträgen der Kundgebung gibt es Kapitel 5 und 6 aus „Im Café. Gespräche über Anarchismus“ von Errico Malatesta. Die ersten vier Kapitel könnt ihr in der Sendung vom 2. Juni 2024 „Bei Malatesta im Café hören“.
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Schlagwörter: eigentum, immobilien, kapitalismus, kapitalismuskritik, rassismus, wohnungsnot