• Suche

  • Archiv

  •  
  • Schlagwörter

    ABC Wien aktivismus anarchafeminismus anarchismus antifaschismus antiknast antimilitarismus antirassismus arbeitskaempfe Aufstand Bad News besetzung bewegungsfreiheit buchvorstellung deutschland feminismus frauenbewegung Gefangene gefängnis geschichte griechenland hausbesetzung Interview italien knast Krieg lesung musik nationalsozialismus polizeigewalt proteste punk rassismus repression revolution rojava selbstverwaltung Solidarität spanien tierbefreiung türkei USA vernetzung wagenplatz wien

07/02/2016 – Sensou Hantai! Gegen den Krieg! Aktivismus in Japan

Am 6. Jänner 2016 berichteten im Rahmen des Que(e)r-Beisls AktivistInnen der StudentInnengruppe “SEALDs” aus Japan von den Protesten gegen die Regierung. Zum Hintergrund: Der politische Sommer 2015 in Japan war heiß und lang – zehntausende Leute gingen auf die Straße. Die Regierung plante die Änderung der Verfassung, womit Japan wieder Angriffskriege führen darf. In Japan waren regierungskritische Bewegungen nach den Ereignissen der 70er Jahre (Stichwort “linker Terror” und Polizeirepression) in einer breiteren öffentlichen Sphäre marginalisiert. Nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe im Jahre 2011 kam es jedoch in weiten Teilen der japanischen Gesellschaft zur Entwicklung kritischer Standpunkte und einem Aufleben der Zivilgesellschaft.
Wenn auch kein direkt anarchistisches Thema, so doch eine sehr hörenswerte Sendung mit einem ca. 55 minütigem Ausschnitt aus der Veranstaltung vom 6.1.2016, die weit über zwei Stunden dauerte.

31/01/2016 – Solidarität mit Trans*Gefangenen

Der 22. Jänner 2016 wird erstmals als ein internationaler Aktions- & Solidaritätstag für Transgender-Gefangene ausgerufen. Die Initiative dafür geht vom anarchistischen und Transgender-Gefangenen Marius Mason aus, der 2009 in Texas/USA zu 22 Jahren Knast wegen “Öko-Terrorismus” verurteilt wurde. Aus dem Aufruf:
“Als „Queers“ kennen wir den Untersuchungsterror, Verachtung und Isolierung. Durch die Gesellschaft wurde uns allen die Möglichkeit verwährt, wenigstens einen Teil unseres Lebens so zu gestalten, wie wir es leben wollen. Für Transgender, schwule und lesbische Menschen in Gefängnissen sind diese Probleme verdoppelt. Durch die physischen und emotionalen Beschränkungen eines buchstäblichen Käfigs. Seit Jahrzehnten zeigen frühe Queer-AktivistInnen Solidarität und Unterstützung für ihre inhaftierten Brüder und Schwestern: Sie schrieben Briefe, halten Märsche ab und forderten nicht nur mit Respekt und Würde behandelt zu werden, sondern ihre totale und bedingungslose Befreiung. Schwule, lesbische sowie Transgender-Gefangene haben sich untereinander und gemeinsam mit der Welt außerhalb organisiert.”

06/12/2015 – “…then something else happened, another moment that changed everything for me.”

Im Juni 1998 steht Josh Harper vor einem Zaun – und vor einer Entscheidung, die sein Leben verändern wird. In einem sehr persönlich gehaltenen Vortrag erzählt der US-Aktivist von seiner Jugend, seinem politischem Aktivismus und von persönlicher Betroffenheit als Movens seines Engagements für die Befreiung der Tiere. In seiner Reflektion spart er nicht mit Selbstkritik an Militanzfetisch und Machismo der Szenekultur und erinnert an die Anfänge der Tierrechtsbewegung in England, als radikale Aktionen für Tiere noch auf weitaus mehr öffentliche Unterstützung zählen konnten – und ruft zur Revolution auf.

26/10/2015 – Kapitalismus, Krieg & Flucht oder Warum der 26.10. kein Feiertag für uns ist

Am Nationalfeiertag zelebriert das offizielle Österreich gern die sogenannte Neutralität von Schnitzelland und inszeniert dazu am Wiener Heldenplatz eine Militärleistungsschau, bei der Kinder auf Panzern spielen, aktuelle Waffenarten präsentiert und Drohnenkriegen eine schillernde Zukunft herbeigewünscht wird. Denn eine Rüstungsindustrie gibt es auch im vermeintlich neutralem Österreich und Krieg beginnt somit dort, wo militärisches Gerät geplant, produziert und ausprobiert wird. Eingesetzt wird das dann an den Krisenherden dieser Welt und dass vor Kriegen Menschen flüchten, wissen heutzutage alle. Nur aufnehmen will sie kaum wer und schon gar nicht die Länder, die Kriegshetze betreiben, vom Export von Kriegsgerät profitieren und sich gern aus ihrer Verantwortung stehlen wollen.
Eine Sendung über den Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Krieg und Flucht und einer Lesung von Textteilen aus “Gegen den Krieg. Gegen den Frieden.”.

09/08/2015 – Katholisch, fundamentalistisch, faschistisch

“Sie demonstrieren gegen die Regenbogenparade, kämpfen gegen Frauenrechte und machen militant gegen Abtreibung und angeblichen “Genderwahn” mobil. Sie sprechen von Familie und meinen Sexismus und Homophobie. Sie halten den Katholizismus hoch und pflegen einen rabiaten Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus. Klerikal-faschistische Gruppen sind ein Bindeglied zwischen reaktionärem Konservativismus, dem rechten Flügel der ÖVP und dem Rechtsextremismus von FPÖ, Identitären, PEGIDA & Co – und sie setzen zunehmend öffentliche Aktionen. Die Veranstaltung behandelt diese bisher (zu) wenig beachtete Vernetzung und will zum Widerstand gegen klerikal-faschistische Umtriebe motivieren.”

26/07/2015 – Polizeiliches Staatschutzgesetz NEIN DANKE!

Eigentlich hätte Anfang Juli 2015 das Staatsschutzgesetz NEU, auch als Polizeiliches Staatschutzgesetz (PStSG) bereits unangenehm aufgefallen, beschlossen werden sollen. Obwohl Polizei und mit ihr die Schreibtischtäter_innen des BVT bzw. der LVTs ohnehin schon genügend Befugnisse zum Überwachen haben, sollen jetzt deren Möglichkeiten erneut enorm ausgedehnt werden. Beispielsweise reicht allein die “Bewertung einer Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung” aus, um ins Feld der Ermittlungen zu geraten und Zugriff auf personenbezogene Daten aus allen verfügbaren Quellen und darüber hinaus zu erlangen; richterliche Genehmigung war einmal. Auch der Einsatz von sogenannten “Vertrauenspersonen”, umgangssprachlich auch als Polizeispitzel oder Informant_innen bezeichnet, wird für den Verfassungsschutz massiv erleichtert und kann nach Lust und Laune der zuständigen Beamt_innen eingesetzt werden. Eine Beschlussfassung im Herbst ist wahrscheinlich.
Herzstück der Sendung ist ein Mitschnitt der dazu passenden Veranstaltung vom 16. Juni im Rahmen des Antifa-Cafes in der W23.

07/06/2015 – Rückblick und Einblick

Diese Sendung des Anarchistischen Radio befasst sich mit den antifaschistischen Protesten des vergangenen Wochenendes , und gibt Einblick in die prekäre Welt der Wagentruppe Treibstoff.

10/05/2015 – Repression in CZ & Präsentation des Broschürenprojekts “ramasuri”

Am 28. April 2015 gab es eine massive Repressionswelle gegen Anarchist_innen und antiautoritäre Projekte in Tschechien. Es kam zu dutzenden Hausdurchsuchungen, Festnahmen und Verhören aufgrund des Vorwurfs des Terrorismus in Verbindung mit angeblichen Brandanschlägen. Aktuell sitzen noch drei Genoss_innen in Untersuchungshaft. Das tschechische Anarchist Black Cross bittet um Spenden, um die Anwaltskosten für die Beschuldigten tragen zu können – mehr Infos und die Kontodaten gibts bei ABC Wien.
Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und wir schicken solidarische & kämpferische Grüße.
Im zweiten Schwerpunkt der Sendung wird “ramasuri” vorgestellt, eine neue Broschüre mit dem aktuellen Schwerpunkt Wut & Rache aus einer dezitiert anarchafeministischen Perspektive. Unterschiedliche aktuelle und historische Texte, direkte Aktionen, Organisations- und Kampfformen sowie persönliche Berichte mit spannenden Analysen lassen auf weitere “ramasuri” hoffen, was laut Editorial auch geplant ist. In seiner Gesamtheit ist “ramasuri” nicht im Netz zu finden, aber auf den anarchistischen Büchertischen der nexten Monate sollte ein Fixplatz dafür reserviert werden.

29/03/2015 – Die Gefangenengewerkschaft in der BRD

Im letzten Teil der Mitschnitte der Anti-Knast-Tage 2014 hört ihr die Veranstaltung zur Gefangenengewerkschaft, die am 8. November 2014 im Wiener Ernst-Kirchweger-Haus stattgefunden hat. Mit der Gründung der Gefangenengewerkschaft im Mai 2014 haben sich Gefangene in der BRD eine autonome Form der Organisierung hinter Gittern geschaffen. Die Angriffe seitens der Anstaltsleitung in der JVA Tegel-Berlin (u.a. Zellenrazzien) liefen formaljuristisch nicht nur ins Leere, sondern lösten innerhalb und außerhalb der Knastanlagen einen Solidarisierungseffekt aus. Auch wenn immer wieder Versuche gestartet werden, die gewerkschaftliche Organisierung der Gefangenen hinter Gittern zu erschweren oder zu verunmöglichen, sind aktuell an die 450 Mitglieder ein starkes Zeichen für diesen notwendigen Kampf.
Die Vortragenden setzen sich kritisch mit der Gefangenengewerkschaft auseinander und berichten über Zwangsarbeit im Knast, Erfahrungen und solidarische Unterstützung drinnen und draußen.

08/02/2015 – Brasilien und die WM 2014

Rund um die FIFA-WM 2014 in Brasilien gab es Massenproteste, Kämpfe und Repression. Die Bewegung gegen die WM knüpfte auch auf bestehende kämpferische Bewegungen in Brasilien an (z.B. die “Passo Livre” Bewegung, die sich seit Jahren für die freie Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln engagiert, oder die Bewegungen der HausbesetzerInnen und Favela-BewohnerInnen).

Diese Sendung besteht aus zwei Teilen:

1) Interview mit Danilo aus Sao Paolo (dankend übernommen vom Anarchistischen Radio Berlin). Dieses Interview fand am 28.05.2014 statt.

2) Aufnahme des Vortrags, den Danilo am 29.08.2014 im Lolligo in Wien gehalten hat. Der Vortrag ist in englischer Sprache und enthält auch Informationen zum tatsächlichen Verlauf der Proteste während der WM und die damit zusammenhängenden Repressionsfälle.

Die Webseite vom Comite Popular de la Copa enthält viele zusätzliche und aktuelle Informationen zu dem Thema, auch in deutscher Sprache

25/01/2015 – Repression & Gegenstrategien: Know your Rights!

Weil Repression überall ist und gerade auch im Vorfeld von Demo-Großereignissen wie kommenden Freitag gegen den Wiener Akademikerball von Polizei und bürgerlicher Presse in Form von Hetze gegen Antifaschist_innen breit zum Einsatz kommt, beschäftigen wir uns in dieser Sendung mit den unterschiedlichen Gesichtern von Repression und was man dieser entgegensetzen kann.
Neben Solidarität hilft immer auch ein bisschen das Wissen um fundamentale Rechte, persönliche Überlegungen im Vorfeld, Bezugsgruppen oder eine Idee hinter dem Schlagwort Aussageverweigerung. Themen wie Kontrollen vor der Demo, Vermummungsverbot oder Festnahmen schüchtern uns vielleicht weniger oder gar nicht mehr ein, wenn wir den rechtlichen Hintergrund dazu kennen und uns damit als produktive Vorbereitung für die Aktion/Demo/Blockade… auseinander gesetzt haben.
Kenn deine Rechte oder frisch dein Wissen dazu auf! :-)

04/01/2015 – Vortrag: Zur Situation in den griechischen Knästen

Der Vortragende Sven Wegner sprach Ende April mit mehreren Anwält*innen in Griechenland [4] über die geplanten Verschärfungen im Haftrecht, die generellen Zustände in Griechenlands Gefängnissen und über die Verhängung der Untersuchungshaft als Präventivstrafe. In seinem Vortrag wird er über die Gespräche und den Widerstand gegen die Vorhaben der Regierung Samaras berichten. Spenden sind gern gesehen und werden an die Gruppe Ausser Kontrolle [5] weitergeleitet, um weitere Projekte und Vorträge [6] zu ermöglichen.

28/12/2014 – ABC Wien: Zur Situation in österreichischen Knästen

Im Rahmen der Anti-Knast-Tage 2014 fand u.a. ein Vortrag von ABC Wien statt: Themen waren aktuelle Geschehnisse in österreichischen Knästen mit dem Fokus auf widerständige Handlungen innerhalb der Gefängnismauern, Daten + Zahlen zu Gefangenen sowie aktuelle Reformbestrebungen und Neubauten wie Puch bei Salzburg oder Vordernberg in der Steiermark.
Alle Infos zu den Anti-Knast-Tagen, Statements von Gefangenen und weitere Texte sind auf dem Blog nachzulesen.