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21/12/2014 – Repression & anarchistische Gefangene

In dieser Sendung gibt es verschiedene Kurzmeldungen zur Situation von anarchistischen Gefangenen in Mexiko, Brasilien, Italien und der Schweiz sowie zur aktuellen Repression gegen Anarchist_innen in Spanien.
Dann haben wir einen Teil der neuesten Frequenz(A)-Sendung abgespielt, dabei handelt es sich um ein Interview mit dem ehemaligen Gefangenen Andreas Krebs, der nach fast 17 Jahren Ende Oktober 2014 aus dem Knast entlassen wurde.
Außerdem werden verschiedene neue anarchistische Zeitschriften aus dem deutschsprachigen Raum vorgestellt (Grenzenlos III, Die Erstürmung des Horizonts Nr. 1).
Abschließend hört ihr einen kurzen Teil zum Hungerstreik des anarchistischen Gefangenen Nikos Romanos und der Solidarität, die ihm gegenüber in Griechenland und anderswo auf vielfältige Art und Weise zum Ausdruck gebracht wurde.

28/09/2014 – Anarchistisches Radio

In dieser Sendung geht’s um folgende Themen. Im November werden die Antiknasttage in Wien stattfinden, deshalb hört ihr hier ein paar Infos rund um die Antiknasttage, Programm und den Aufruf. Danach spielen wir ein Interview mit einer griechischen Anarchistin zur Situation in Griechenland und dem Kampf gegen Bullen, Faschisten und Mafia in Exarchia ab. Das Interview ist aus der letzten Sendung des anarchistischen Podcast frequenz (A). Vor kurzem ist die Textsammlung ‘Anarchismus und Aufstand’ von Alfredo Bonanno bei Edition Irreversibel erschienen. Ich stelle das Buch kurz vor. Und so wie immer gibt es auch dieses Mal wieder Veranstaltungsankündigungen und Musik…

12/01/2014 – Lesung: “Archipelago – Affinität, informelle Organisation & aufständische Projekte”

Am 17. Jänner 2014 wird es in der Anarchistischen Bibliothek in Wien eine Diskussionsveranstaltung zur Broschüre “Archipelago” geben. Als besonderes Service und für alle, die gern Texte nicht nur lesen, sondern auch hören, haben wir diese Sendung zum Anlass genommen euch den Text zu Affinität, informelle Organisation und aufständische Projekte vorzulesen.
Außerdem: Musik dazwischen und Ankündigungen am Ende.
Der Text “Archipelago” erschien erstmals im November 2012 in “Salto Subversion & Anarchie – Nr. 2” und ist eine Übersetzung aus dem Französischen.
Wer die Broschüre gern selbst lesen möchte, der/die findet sie u.a. im Infomaden im EKH, in das Bäckerei, im Lolligo, im Kaleidoskop sowie in der Anarchistischen Bibliothek.
In diesem Sinne: Produktives Hören, Lesen und Diskutieren. ✰✰✰

13/10/2013 – Die Eiserne Kolonne

Die Eiserne Kolonne (Columna de Hierro) war eine im spanischen Bürgerkrieg tätige anarchistische Miliz. Noch lautstärker als die anderen anarchistischen Kolonnen, vertritt diese die Meinung, dass der antifaschistische Kampf (bzw. Bürgerkrieg) Hand in Hand mit einer Konsolidierung und Ausweitung der sozialen Revolution stattfinden müsste.
Am 1. Oktober 1936 verließ die Eiserne Kolonne die Front bei Teruel in Richtung Valencia, um dort ihre Vision einer revolutionären Ordnung durchzusetzen. Sie entwaffnete die verhasste städtische Wachmannschaft (Guardia Civil), drängte in das Gerichtsgebäude, um die dortigen Akten zu zerstören, und führte proletarische Enteignungen durch. Damit fingen die Anfeindungen und Verleumdungen gegen die Kolonne an: nicht nur seitens der kommunistischen und sozialistischen “Verbündeten” im Bürgerkrieg, sondern auch seitens jenen MitgliederInnen der CNT/FAI, die eine ganz andere Auffassung des antifaschistischen bzw. anarchistischen Kampfes vehement vertreten, und damals durchgesetzt hatten (was zur aktiven Teilnahme der CNT/FAI in der republikanischen Regierung geführt hatte).
Wie die anderen anarchistischen Milizen auch, sahen die AnarchistInnen der Eisernen Kolonne die Zerschlagung der Gefängnisse als eine revolutionäre Selbstverständlichkeit. Viele der dadurch befreiten Insassen entschieden sich dazu, sich ihren BefreierInnen anzuschliessen. Aus diesem Grund befanden sich unter mehreren tausend KämpferInnen der Kolonne auch hunderte ehemalige Strafgefangene des Valencianischen Gefängnisses San Miguel de los Reyes. In dieser Sendung lesen wir einen Text, der von einem solchen ehemaligen Strafgefangenen geschrieben wurde, der mit der Eisernen Kolonne kämpfte, und sich mit dieser bis zuletzt gegen die Auflösung der Milizen und gegen die durch die Regierung gezwungene Militarisierung stemmte.

07/08/2011 – Der Spanische Bürgerkrieg jenseits der Glorifizierung

Die spanische Revolution aus einer kritischen Perspektive:
Der spanische Bürgerkrieg verlief, so die meisten Geschichtsbücher, vom Sommer 1936 bis zu April 1939. Nach Francos Sieg ging der bewaffnete Kampf gegen den Staat noch weitere 30 Jahre fort. Die soziale Revolution die am selben Tag wie der Bürgerkrieg anfing, dauerte wesentlich weniger lang. Nicht mal ein Jahr später und die Utopie nach einer befreiten Gesellschaft war nirgendwo mehr zu erkennen. War die soziale Revolution so anarchistisch wie immer gesagt wird? Waren die KommunistInnen wirklich für die Niederlage der Revolution verantwortlich? Oder standen dahinter niemand anders als die eigenen spanischen Anarchisten und Anarchistinnen? Der Schatten dieser Fragen, reicht bis in die Gegenwart. Haben AnarchistInnen ihre Rolle in der Geschichte verstanden oder werden sie wie 1936 in Spanien, anstatt den Staat abschaffen, diesen doch Verwalten?

26/09/2010 – Mujeres Libres

Vera Bianchi machte im Jahr 2004 eine Lesereise, um ihr im Jahr zuvor erschienenes Buch über die Mujeres Libres vorzustellen. Die Mujeres Libres waren spanische Anarchistinnen, die 1936 aller Widerstände zum Trotz eine eigene Frauenorganisation gegründet haben. Vera Bianchi erzählt von den Zielen, den Aktivitäten und den Schwierigkeiten, zwischen Revolution und Bürgerkrieg den doppelten Kampf der anarchistischen Frauen zu führen.
Der Vortrag vom 6. März 2004 wurde mitgeschnitten von Radio Fro und von uns dankend übernommen.
Literaturhinweis:
Bianchi, Vera (2003): Feministinnen in der Revolution. Die Gruppe Mujeres Libres im Spanischen Bürgerkrieg, Unrast Verlag, Münster.