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04/12/2022 – „Es ist wichtig auf der Straße zu sein, weil dort ist das Leben“ – Aktionismus und Kämpfe auf der Straße

Wir übernehmen den ersten Teil eines dreiteiligen Podcasts von zwei Aktivist*innen der autonomen Vernetzung „Claim the Space“ (CtS).

Quelle: https://cba.media/587261

In dem dreiteiligen Podcast werden nicht nur bedeutende Teile österreichischer Frauen*Bewegungsgeschichte rekonstruiert, sondern auch Verbindungslinien zu heutigen Protesten gegen Feminizide, die seit Sommer 2020 von der feministischen Vernetzung Claim the Space in Wien organisiert werden, hergestellt.

Der erste Teil des Podcasts widmet sich der Frage, welche bisherigen feministischen Protestformen gegen patriarchale Gewalt allgemein und Femi(ni)zide im Besonderen es in der Vergangenheit bereits gegeben hat. Dabei erinnern sich die Interviewpartner*innen in den Gesprächen an eine breite Fülle von Aktionen und Aktionsformen, die von Aktionismus für bessere Gesetze und Schutzmaßnahmen über Straßentheater bis hin zu einer autonom organisierten Frauenpatrouille reichten. Eine wichtige Rolle spielen zudem bis heute internationale Bezüge auf feministische Kämpfe an anderen Orten der Welt sowie damit verbundene solidarische Praxen. Zahlreiche politische Verbesserungen wurden auch in Österreich von feministischen Bewegungen erkämpft und so stellen auch Proteste auf der Straße, wie mehrere Interviewpartner*innen betonen, nach wie vor einen wichtigen Ort der Auseinandersetzung dar.

Zu den Interviewpartner*innen zählen Andrea Brem (Wiener Frauenhäuser), Bettina Zehetner (Frauen beraten Frauen), Maria Rösslhumer (Autonome österreichische Frauenhäuser), Irmtraut Karlsson (Mitbegründerin des 1. Frauenhauses in Wien), Nurcan (Avesta – kurdische Frauen, Frauensolidarität Europa), Ursula Häusler (Wir wollen uns lebend Berlin), Polly und Berta (autonome Aktivist*innen), die lange Zeit in FrauenLesben Kontexten aktiv waren sowie Martx und Susana von Alerta Feminista Austria, die sich zuvor auch bei Ni Una Menos Austria (bis März 2022) engagiert hatten.

Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an FLINTA werden außerdem längere Ausschnitte der Interviews auf der Homepage von CtS veröffentlicht, da in unserer dreiteiligen Podcastreihe leider nur kurze Passagen zu hören sind. Um die wichtigen Beiträge der Interviewpartner*innen einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen, werden die Interviews über diesen Weg verbreitet: Projekt Bewegungsgeschichte.

Weiters werden Ausschnitte der Interviews auch für einen Abschnitt des vom Autor*innenkollektiv Biwi Kefempom verfassten Buchs „Femi(ni)zide. Kollektiv patriarchale Gewalt bekämpfen“ herangezogen, das im März 2023 im Verbrecher Verlag erscheint. Ein großer Dank gilt sowohl den Interviewpartner*innen als auch allen an der Umsetzung dieses Projekts Beteiligten!

08/11/2020 – Gewalt in Beziehungen, Toxische Beziehungen & Beziehungen im Patriarchat

Im ersten Teil der Sendung stellen wir das Gewalt-Rad, das im Zuge eines Interventionsprogramms gegen häusliche Gewalt entwickelt wurde, vor und ergänzen dieses mit einem Kapitel aus der Broschüre „Konsens lernen“ (konsenslernen.noblogs.org). Ihr hört außerdem ein paar Worte von Ellen Pence zur Entstehungsgeschichte des Gewalt-Rads und einen Erfahrungsbericht aus Perspektive einer Person, die in einer Gewaltbeziehung gelebt hat.
Um auch Verhaltensweisen aufzuzeigen, die weniger eindeutig auf Gewalt hinweisen, jedoch trotzdem sehr schädlich für betroffene Personen sein können, haben wir uns des weiteren mit dem Thema „Toxische Beziehungen“ auseinander gesetzt.
Der letzte Teil der Sendung befasst sich mit Theorie und Gedankenwelt der schwedischen Comic Autorin Liv Strömquist. In ihrem Buch “der Ursprung der Liebe” setzt sie Probleme heteronormativer Liebesbeziehungen in Bezug zu unserer patriarchalen Gesellschaft. Damits trotz aller Beschissenheit der Dinge auch ein bisschen was zum Schmunzeln gibt, spielen wir ein paar Auszüge aus den Comics nach.
Vorsicht, wie auch in der Sendung erwähnt, gibt es einige Triggerwarnungen! Tracklist auf unserem Blog.

09/09/2018 – Forensische Psychiatrie in Deutschland

Die Kriminalität nimmt nicht zu, sie wird anders bewertet. Im Namen des konstruierten Sicherheitsbedürfnis verurteilt die Justiz immer öfter für Bagatelldelikte zu forensischer Unterbringung. Ein repressives Regime voll von Zwangsbehandlungen, Unterdrückung, Normierung, Anpassung. Im Maßregelvollzug wird durch Pflegepersonal, ÄrztInnen, TherapeutInnen, GutachterInnen, getarnt als „Helfende“ und „Heilende“ mit der „erkrankten Psyche“ „gearbeitet“ und somit der eigene Job legitimiert. Sie entscheiden letztendlich, wann Gefangene geheilt sind und was das bedeutet. Ein Spiel auf Lebenszeit der Gefangenen. Sehr viele Menschen sitzen Jahre, viele Jahrzehnte lang im Maßregelvollzug fest, fast immer sehr viel länger, als wenn sie, statt schuldunfähig oder eingeschränkt schuldfähig in den Maßregelvollzug, in ein Gefängnis gekommen wären.
Außerdem geht es um die Möglichkeiten der Unterstützung von Betroffenen, die Rolle von Anti-Psychiatrie-Positionen innerhalb von sogenannten Anti-Knast-Kämpfen und um die Patient_innenverfügung, ein Versuch zu mehr Selbstbestimmung innerhalb ärztlicher Hierarchien zu finden.

15/06/2014 – Politics of Sight: Wie wird Gewalt normalisiert?

Wie wird in modernen Gesellschaften Gewalt normalisiert? Um diese Frage zu beantworten begab sich der Politikwissenschaftler Timothy Pachirat an einen Ort, wo Gewalt zum Arbeitsalltag gehört: Für sein Buch “Every Twelve Seconds – Industrialized Slaughter and the Politics of Sight” hat Pachirat fünf Monate undercover in einem “Vorzeigeschlachtbetrieb” ins Omaha, Nebraska, gearbeitet.
In Ausschnitten aus einem Vortrag und einem Interview vom März dieses Jahres erzählt er nicht nur vom gleichfalls monotonen wie blutigen harten Alltag der Arbeiter_innen, sondern auch davon, wie in modernen Gesellschaften Gewalt nicht abgeschafft, sondern unsichtbar gemacht wird – sogar wenn sie buchstäblich vor unseren Augen passiert.
Mit seinem Konzept der “Politik der Sichtbarkeit” möchte er fassbar machen, dass es noch lange nicht ausreicht, Transparenz zu schaffen, ein “Übel” sichtbar zu machen, um den Anstoß zu dessen Abschaffung zu geben. Dies stellt nicht zuletzt auch für Aktivist_innen für die Befreiung der Tiere eine bittere Lektion dar – besteht doch ein großer Teil ihres Aktivismus darin, das in den Institutionen der Tierausbeutung versteckte Tierleid sichtbar zu machen.

21/11/2010 – Zum 25.11.: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

– Ursprung und Geschichte des Aktions- und Gedenktages
– Demoaufruf zum 25.11. in Wien
– Termine rund um den 25.11.