In dieser Sendung gibt es einige Ausschnitte, einer Veranstaltung über den NSU, zu hören:
Am 04. November jährt sich der Tod der NSU Mitglieder Uwe Bönhardt und Uwe Mundlos zum vierten Mal. In den Medien erhält dieser Tag immer wieder besondere Aufmerksamkeit, während die Todestage der von ihnen ermordeten Unternehmer bis heute um eine Aufnahme in ein kollektives Gedächtnis kämpfen. Dies zeigt wie selektiv eine gesellschaftliche Auseinandersetzung nach wie vor stattfindet. Der NSU steht für einen kollektiven Anschlag auf eine postmigrantische Gesellschaft in Deutschland und stellt die größte zusammenhängende Dokumentation institutionellen Rassismus dar. Doch als solches werden die Taten des NSU stets entnannt. Statt eines Einschreitens in das Morden,wie es eine migrantische Demonstration bereits 2006 forderte, findet das Abschieben einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung in einen gähnend zähen Strafprozess statt. Politische Auseinandersetzungen ereignen sich zu einem großen Teil nur auf der Ebene einer Debatte über Geheimdienste. Diese wichtigen Auseinandersetzungen bleiben jedoch ein an der Täter*innengruppe fixierter Umgang mit rassistischer Gewalt. Doch trotz dieses Bewusstseins, fehlt es einer Linken nach wie vor an einer gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Taten des NSU.
Schlagwörter: antifaschismus, antirassismus, deutschland, migration, rassismus, rechtsextremismus, repression
Am Nationalfeiertag zelebriert das offizielle Österreich gern die sogenannte Neutralität von Schnitzelland und inszeniert dazu am Wiener Heldenplatz eine Militärleistungsschau, bei der Kinder auf Panzern spielen, aktuelle Waffenarten präsentiert und Drohnenkriegen eine schillernde Zukunft herbeigewünscht wird. Denn eine Rüstungsindustrie gibt es auch im vermeintlich neutralem Österreich und Krieg beginnt somit dort, wo militärisches Gerät geplant, produziert und ausprobiert wird. Eingesetzt wird das dann an den Krisenherden dieser Welt und dass vor Kriegen Menschen flüchten, wissen heutzutage alle. Nur aufnehmen will sie kaum wer und schon gar nicht die Länder, die Kriegshetze betreiben, vom Export von Kriegsgerät profitieren und sich gern aus ihrer Verantwortung stehlen wollen.
Eine Sendung über den Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Krieg und Flucht und einer Lesung von Textteilen aus “Gegen den Krieg. Gegen den Frieden.”.
Schlagwörter: anarchismus, antimilitarismus, antirassismus, Aufstand, bewegungsfreiheit, Bleiberecht, Festung Europa, gefängnis, geschichte, proteste, rassismus, repression, selbstverwaltung, Support Refugees!, wien
Gedenken und Erinnern als Kämpfe der Gegenwart
Im Herbst 2015 organisiert das Uckermark Gedenkprojekt Wien ein Ausstellung über das ehemalige Mädchen-KZ Uckermark. Die Ausstellung ist die Basis für die Veranstaltungsreihe “Whose Story?” Die Veranstaltungen beschäftigen sich mit den in der Ausstellung dargestellten Teilaspekten und thematisieren ihre Wirkungen bis heute. Das große Thema der Veranstaltungsreihe sind also sogenannte Kontinuitäten von Nazismus. Im Rahmen eines Inputs des Gedenkprojekts und einer Diskussion mit Marika Schmiedt wird das Projekt “ Whose Story?” vorgestellt und aktuelle Gedenkpolitiken am Beispiel der Arbeit der Aktionskünstlerin Marika Schmiedt und dem aktuellen Beispiel des Konflikts um ein temporäres Denkmal für die ermordeten Romnija und Sintezze in Kirchstetten diskutiert.
Schlagwörter: antifaschismus, gedenkpolitik, geschichte, konzentrationslager, nationalsozialismus, rassismus, roma, uckermark
Lou Marin, der als Autor, Übersetzer und Journalist (Graswurzelrevolution, Le Monde libertaire) in Marseille lebt, spricht über die Geschichte der Satirezeitung „Charlie Hebdo“, die anfangs durchaus als libertäre Satirezeitung eingeschätzt worden ist, der aber heute meist eine eher sozialliberale Ideologie bescheinigt wird. Welche prägenden internen Auseinandersetzungen hat es innerhalb der Geschichte dieser Zeitung in jüngster Zeit gegeben?
Aber auch das gesellschaftliche Klima in Frankreich war Thema dieses Abends: Nebeneinander stehen ein antimuslimischer Rassismus der weißen Mehrheitsgesellschaft sowie ein unübersehbarer Antisemitismus sowohl mitten aus der Mehrheitsgesellschaft als auch aus den Reihen verarmter migrantischer Jugendlicher aus den Vorstädten. Frankreich bietet ein Bild gesellschaftlicher Zerrissenheit, aus dem der neofaschistische Front National zunehmendes WählerInnenpotential rekrutiert.
Schlagwörter: antisemitismus, frankreich, rassismus
Analysen zum Thema Migration und Rassismus mit persönlichen Erfahrungen in Österreich von Hasan Hosseyni, aktuelle Konzertankündigungen und die allseits beliebte Sportrubrik, die in unregelmäßigen Abständen das anarchistische Radio verziert.
Schlagwörter: österreich, migration, rassismus, sportrubrik
Kurze Infos zu aktuellen Repressionsfällen in Wien.
Ein Überblick über die Geschehnisse rund um die von Geflüchteten besetzte Schule in Kreuzberg Berlin.
Ein Update zu den Kämpfen der Gefangenen in Griechenland.
Schlagwörter: antifaschismus, besetzung, gefängnis, griechenland, hausbesetzung, rassismus, repression
Eine Sendung von Menschen aus der und rund um die Pizzeria Anarchia: Pizza, Antifa, Antinationales, scheiß Kiwarei, jiddisches, Pathos, gute Mucke und mehr!
Zu Beginn grüßen wir Josef, der seit den Protesten gegen den Akademikerball (24. Jänner) in U-Haft sitzt, und geben ein kurzes Update zu seiner Situation. Auch über die Situation in einigen anderen Städte wollen wir kurz berichten, u.a. über die “bratislava bez nackov/Bratislava ohne Nazis” Demo vom 15.04.
Die Pizzeria Anarchia ist räumungsbedroht! Und da es Gerüchte und Unklarheiten bezüglich ihrer tatsächlichen Situation gibt, rufen wir einfach mal direkt in der PizzA an und fragen, was Sache ist. Pizza Bleibt!
Am Montag, den 17.3. beginnt das sogenannte “Schlepperei-Verfahren”/der “refugee-Prozess”. Acht Menschen, die sich auch an den refugee-Protesten beteiligt hatten, werden beschuldigt illegale Fluchthilfe geleistet zu haben und sitzen deshalb seit Sommer 2013 in U-Haft. Wir sehen darin die Kriminalisierung von aktivem Widerstand gegen das europäische Grenzregime und Rassismus. Solidarität mit den refugees und allen Gefangenen!
Wenn Treibstoff zu Sprengsstoff wird, werden alle Knäste zu Baulücken,
Gänseblümchen blühen SoLiLa, und es gibt PizzA für alle!
Schlagwörter: antifaschismus, antiknast, antirassismus, bahö, bratislava, buchvorstellung, gefängnis, hausbesetzung, rassismus, raumaneignung, repression, wagenplatz, wien
Eine Sendung zum weltweiten Frauen*Kampftag über Selbstorganisation von Frauen*Lesben*Trans*. Wir richten unseren Blick auf vergangene Aktionen und (queer)feministische Perspektiven.
Ein kurzer Bericht mit zwei Redebeiträgen von der FrauenLesbenMädchen-Demo, am 8. März 2014, in Wien und ein Bericht zur „Die Nacht gehört uns!“-Sponti am Vorabend in Göttingen. Zu hören gibt es außerdem drei Beiträge mit Infos zu feministischen Antifa-Gruppen, Kämpfen von Flüchtlingsfrauen und autonomen Angriffen gegen die Illegalisierung der Abtreibung(in Spanien).
Und wie fast immer, Ankündigungen und Aktuelles.
Schlagwörter: abtreibung, aktivismus, feminismus, frauenbewegung, queer, rassismus
Auch in dieser Sendung wieder ein kurzes Update zur Situation von Josef, der seit der Demo gegen den Akademikerball in Wien in U-Haft sitzt.
Der zweite Schwerpunkt der Sendung beschäftigt sich mit der Kriminalisierung von Fluchthilfe, von bürgerlichen Medien gern als “Schlepperei” diskreditiert. Aktuell steht ab 17. März wieder einmal ein Prozess am Landesgericht Wiener Neustadt an, diesmal richtet sich die Repression gegen Aktivisten der Refugee-Bewegung und andere Geflüchtete, die sich seit dem Sommer 2013 in Untersuchungshaft befinden. Medial war nach den Hausdurchsuchungen im Servitenkloster von grausamen Methoden und menschenverachtendem Vorgehen der vermeintlichen SchlepperInnen zu lesen, in den Akten findet sich allerdings kein Wort mehr davon.
Gelesen werden außerdem diverse Texte über die Hintergründe der Kriminalisierung, die Risiken von Grenzübertritten, Kritik an Grenzregimen und der Festung Europas sowie die Solidaritätserklärung des Refugee Protest Movement Vienna.
Smash all borders! Smash all nations!
Schlagwörter: aktivismus, antifaschismus, antiknast, antirassismus, bewegungsfreiheit, gefängnis, musik, proteste, rassismus, repression, wien
Wie und in welcher Form beteiligen sich Frauen in rechtsextremen Gruppierungen, am Straßenkampf und in rechtskonservativen Parteien? Welche Frauenbilder dominieren im Kontext von freien Kameradschaften, Burschenschaftlern und Stiefelnazis? Organisieren sich rechte Frauen eigenständig oder sind sie doch nur “Anhängsel” oder Mitläuferin ihrer rechtsextremen Partner wie medial gern suggeriert wird? Gibt es so etwas wie einen “nationalen” Feminismus und wie passen selbstbewußte, starke, Seite an Seiten mit männlichen Kameraden für Blut, Boden und Vaterland kämpfende Frauen ins klassische Bild der deutschen Mutter am Herd?
Diese und weitere Fragen beantwortet im anarchistisches Radio eine Studiogästin, die seit vielen Jahren zum Thema arbeitet und forscht.
Schlagwörter: antifaschismus, antirassismus, österreich, deutschland, feminismus, frauenbewegung, nazis, rassismus, rechtsextremismus
Der Hambacher Forst, ein ursprünglich ca. 5.500 Hektar großer Wald in Nordrhein-Westfalen, soll für den Klimakiller RWE, einer der größten Energieversorgungskonzerne Europas zwecks Abbauung von Braunkohle gerodet werden. Durch die Zerstörung des Waldes werden ganze Dörfer in ihrer Existenz sowie die Gesundheit vieler Menschen bedroht. Um das zu verhindern wurde im April 2012 der Hambacher Forst besetzt und damit versucht, einen lebendigen Aushandlungsprozesses in Gang zu bringen darüber, wie mit der Problematik der Klima- und Umweltzerstörung umgegangen werden soll. Berichte, Interviews und das leidige Thema der Repression rund um die Kämpfe im Hambacher Forst. Mehr Infos z.B. hier.
10 Jahre nach der Ermordung von Seibane Wague wollen wir mit einem Beitrag ab 37:20 an ihn erinnern. Er war u.a. bei der Sendung „Radio Afrika“ auf Orange 94.0 aktiv. Seibane Wague ist am 15. Juli 2003 in Folge von einem rassistischen Polizei- und Rettungseinsatz im Wiener Stadtpark verstorben. Der österreichische Staat mordet, der rassistische Grundkonsens in der Gesellschaft macht es möglich und die Marionetten der Politik schauen zu. Wir verachten eure Gerechtigkeit und euren Frieden: Österreich muss sterben, damit wir leben können!
Schlagwörter: aktivismus, anarchismus, öko, deutschland, freiraum, polizeigewalt, proteste, rassismus, raumaneignung, repression, selbstverwaltung
Ausschnitte aus zwei Veranstaltungen, die im Februar in Wien stattgefunden haben zu den aktuellen Entwicklungen in Griechenland:
Das kapitalistische Spardiktat der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF treibt die Menschen in Griechenland in Armut und Verzweiflung. Entlassungen, Lohnkürzungen, Arbeitslosigkeit, Auswanderung und Suizide aus Verzweiflung sind Alltag. Zudem mehren sich die Berichte massiver rassistischer Gewalt – verantwortlich für die pogromartigen Ausschreitungen ist die faschistische Bewegung “Goldene Morgenröte (Chrisi Avghi), die auf steigenden Rückhalt in der Bevölkerung und im Polizeiapparat zählen kann. Darüber hinaus blasen Staat und Nazis verstärkt zum Angriff auf die anarchistische Bewegung und selbstverwaltete Strukturen.
Gegen diese Politik regt sich Gegenwehr: Anarchistische Mobilisierungen, antifaschistische Aktionen, Kollektivgründungen, Landbesetzungen und selbstbestimmte Arbeitskämpfe sind die emanzipatorische Seite der Entwicklung.
Schlagwörter: arbeitskämpfe, griechenland, rassismus, rechtsextremismus, selbstverwaltung
Warum ist ausgerechnet der 25. November zum internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen erklärt worden? Hintergrund zur Etablierung des Gedenk- und Aktionstages war die Ermordung der Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik im Jahre 1960.
Eine Radiosendung über die Geschichte des 25.11., Gewalt gegen Frauen und ihre Ausformungen, Strategien gegen Gewalt sowie ein Telefoninterview mit einer Wiener Feministin, die über die heutigen Aktionen & allerlei Spannendes berichtet.
Außerdem aktuelle Infos zum Refugee-March von Traiskirchen nach Wien am Vortag, den 24.11., sowie eine Live-Schaltung ins Refugee-Camp im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche.
Schlagwörter: antirassismus, bewegungsfreiheit, feminismus, frauenbewegung, geschichte, migration, musik, proteste, rassismus, raumaneignung, repression, wien