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29/03/2020 – Arbeitsteilung und Pandemie

Die heutige Sendung wirft einen Blick auf gesellschaftliche Arbeitsteilung aus feministischer Perspektive – entlang von aktuell viel kursierenden Schlagwörtern wie “systemrelevanz” oder “homeoffice”. Mit Interviews zur Situation von Alleinerziehenden, Pflege-Arbeiterinnen* und Arbeiterinnen* in der 24h-Pflege werden Perspektiven auf die Corona-Pandemie vorgestellt, die wenig öffentliche Aufmerksamtkeit bekommen. Auch Kämpfe und Möglichkeiten zur solidarischen Organisierung in Zeiten von Corona werden diskutiert.
Gestaltet wurde die Sendung von der AG Feministischer Streik

01/03/2020 – Feministische Lesung aus “Befreiung vom Geld und Eigentum”

Aus den diesen Winter gedruckten Bänden des insgesamt 6-bändigen Gesamtwerkes “Befreiung vom Geld und Eigentum” werden in dieser Sendung Abschnitte zur Entstehung von Patriarchat und Eigentum sowie der Abschnitt zur Abspaltung von Reproduktionsarbeit und Lohnarbeit vorgelesen. Damit stimmt die Sendung inhaltlich auf den 8. März als feministischen Kampftag ein. Am Ende der Sendung finden sich Terminankündigungen.
Aus dem Klappentext des Buches: “Die allgemeine Krise des Kapitalismus macht es notwendig, sich einerseits über die herrschende Ordnung und andererseits über Alternativen dazu, auseinanderzusetzen. Diese Krise reicht von der Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen, über die massiven Angriffe auf die Menschen im Globalen Süden, den patriarchalen backlash, die zunehmende Militarisierung zur blutigen ‚Verteidigung‘ dieser Ordnung … bis zur immer stärkeren Hinwendung zu religiösfundamentalistischen (keinesfalls nur islamistischen) und rechtsradikalen Kräften. […] Besonders verbunden ist das Autor*innen-Kollektiv anarcho-kommunistischen, anarcha-feministischen und radikal-ökologischen Ansätzen.”
Aus dem Brief an die Leser_in: “Geschrieben wurde es in einem 2010 begonnenen Diskussionprozess in der Theoriegruppe des Bremer Umsonstladenkollektivs. Die konkrete Arbeit zu dem Buchprojekt begann 2016. Die ersten Druckwerke (Band #1&2, Auflage jeweils 400 Stück) wurden um die Jahreswende 2020 in Wien & Basel produziert.”

19/05/2019 – Profeministische Männer*gruppen?! Geschichte und Überlegungen

Die Sendung dreht sich wie der Titel schon sagt um profeministische Männer*gruppen. Einer Form der Auseinandersetzung mit eigenen Männ*lichkeiten und Sexismen die in den 80ern und 90ern noch weiter verbreitet war. Vor allem in der radikalen und autonomen antiautoritären Linken. Anfang der 2000er sind diese jedoch wieder weitgehend verschwunden und wenn jetzt von Männer*gruppen geredet wird, hat mensch ein mehr als schlechtes Bild im Kopf.
Hauptteil dieser Sendung ist ein Vortrag zu profeministischen Männer*gruppen der 2016 in Leipzig gehalten wurden, den wir einfach mal so übernommen haben, in dem es um Geschichte, Argumente dagegen und dafür, sowie aktuelle Überlegungen dazu geht. Dazwischen Musik die inhaltlich mehr oder weniger dazupasst.
Mehr Infos und Links auf unserem Blog

24/02/2019 – 20 Jahre Anarchistisches Radio! (Teil 1)

Seit im August 1998 Radio Orange, das freie Radio in Wien, erstmals on air ging, seit mehr als zwanzig Jahren, heißt es jeden Sonntag Abend um 20 Uhr: Anarchistisches Radio.
Nach zwanzig Jahren beschäftigen wir uns heute ein wenig mit uns selbst. Unseren üblichen modus operandi durchbrechend senden wir heute eine Gemeinschaftssendung unterschiedlicher Anarchist_innen, die im Projekt des Anarchistischen Radios engagiert sind.
Warum sind wir Anarchist_innen? Was bedeutet uns das Anarchistisches Radio? Was will, was kann Anarchistisches Radio sein? 20 Jahre Anarchistisches Radio bedeutet auch: 20 Jahre anarchafeministisches Radio. Und nicht zuletzt: Radio als Versuch, die Isolation, die Vereinsamung , die Abgeschnittenheit von Gefangenen zu brechen, kann auch als ein Akt der Auflehnung gegen eine Gesellschaft der Bestrafung, der Ausgrenzung, des Zwangs verstanden werden – als solidarische Unterstützung für Gefangene. All das und noch mehr gibt diesmal im Anarchistischen Radio zu hören. Mehr Infos auf unserem Blog.

05/08/2018 – What about the rapists?

Wir freuen uns in dieser Sendung einen Mitschnitt der Veranstaltung vom 28. April 2018, die im Rahmen des ABC-Soli-Festivals im Wiener EKH stattfand, präsentieren zu können.
Worum geht es?
Ansätze in anarchistischen Bewegungen zum Thema sexualisierte Gewalt und Umgang mit Täter_innen waren und sind ein alltägliches Bedürfnis. Als queer-feministische Anarchist_innen kämpfen wir gegen Staat, Polizei und Gefängnisse und lehnen sie als Lösung von Konflikten ab – weil sie selbst die patriarchale Herrschaft repräsentieren und deshalb niemals Teil des Kampfes gegen Sexismus sein können. Community Accountability ist ein Ansatz, der sich gegen Polizei und Gefängnisse richtet und in feministischen Black- und People of Color-Kontexten in den USA auftaucht (man kann über dieses Konzept beispielsweise im Zine “the revolution starts at home’ nachlesen).
In diesem Fall wird die Idee der “Gemeinschaftsverantwortlichkeit” vorgestellt. Die Praxis dieses Konzepts wurde auch von Feministinnen kritisiert – diese Kritik und ein alternativer aufständischer Ansatz, wie – im Fokus der Rache – mit Vergewaltigern umgegangen werden kann, wird im zweiten Teil diskutiert (siehe zine ‘Dangerous Spaces’).
Auf Englisch!

17/06/2018 – Politik der Differenzen

“Das Verhältnis von Feminismus und Antirassismus ist nicht erst seit gestern kompliziert: Rassismen, Antisemitismus und Kolonialismus seitens weißer Feministinnen treffen seit Jahrzehnten auf die beharrliche Kritik von Migrantinnenbewegungen, Schwarzen Frauen und Women of Color – und auch auf Solidarität, antirassistische Aktionen und den Wunsch weißer Aktivistinnen Rassismen zu ver-lernen.
Das Buch “Politik der Differenzen” untersucht am Beispiel Wien wie weiße Feministinnen ab den 1980er Jahren Rassismen, Antirassismus und ethnisierte Differenzen be- und verhandelten und arbeitet damit auch einen Ausschnitt lokaler Bewegungsgeschichte(n) auf.” (Ankündigungstext)
In dieser Sendung hört ihr Ausschnitte einer Präsentation des Buches “Politik der Differenzen. Ethnisierung, Rassismen und Antirassismus im weißen feministischen Aktivismus” von Stefanie Mayer im w23.

01/04/2018 – Diverses aus den letzten Wochen

In dieser Sendung gibt es eine Rückschau auf die letzte Woche. Angefangen mit der Berichterstattung über eine spontane Demonstration in Wien, Reaktionen darauf, hin zu einer interessanten und ausgiebigen Streitschrift betreffend den Umgang mit sexualisierter Gewalt.

11/03/2018 – Awareness?! Überlegungen für die antisexistische Praxis

Wir hören ein Interview mit Menschen die von persönlichen Erfahrungen mit dem Thema “Awareness” erzählen und von ihren Tätigkeiten bei Veranstaltungen berichten. Wir hören außerdem eine Übersetzung aus der Ankündigung vom A-Fem 2014 in London, in der das Schutzraum-Konzept des anarcha-feministischen Zusammentreffens vorgestellt wird und auch der weitverreitete Text der Gruppe DEFMA aus Wien wird vorgestellt, mit dem bereits 2011 Überlegungen über “Die Herausforderung linker Camps im Umgang mit Sexismus und Grenzüberschreitungen” veröffentlicht wurden. Die Gruppen und Texte aus der Sendung werden hier demnächst verlinkt!

06/08/2017 – Rirette Maîtrejean Teil 1

“In der Anarchie kommt es nur selten vor, dass man die Frauen nach ihrer Meinung fragt.” (R. Maîtrejean)
Am 31. Mai präsentierte Lou Marin in der Libreria Utopia sein 2016 im Verlag graswurzelrevolution erschienenes Buch “Rirette Maîtrejean. Attentatskritikerin, Anarchafeministin, Individualanarchistin”.
Obwohl Rirette Maîtrejean (1887–1968) eine der Protagonistinnen des libertär-anarchistischen Milieus in Paris vor dem Ersten Weltkrieg war, war sie bis jetzt im deutschsprachigen Raum – wenn überhaupt – nur als Mitangeklagte im Bonnot-Prozess 1913 bekannt.
Maîtrejean war Redakteurin der Zeitung »l’ anarchie«, in der sie auch einige Artikel zum gleichberechtigten Leben der Geschlechter, zu Ehe und Sexualität schrieb. Das Konzept des Illegalismus der Individual-anarchist_innen hat sie abgelehnt und scharf kritisiert und wurde dafür in den eigenen Kreisen heftig angefeindet.

26/02/2017 – Feministische Kritik der Identitätspolitik

Aus dem Ankündigungstext: Wenn ein identitätspolitischer Standpunkt universale Ziele per se als Weiterführung von Machtverhältnissen begreift und eine universalistische Kritik jede identitätspolitisch wirksame Intervention als verkürzt abtut, stehen wir vor einer Auseinanderentwicklung und Polarisierung der Diskussionen über Theorie und Strategien emanzipatorischer Politik. Von der einen Seite wird vorgeworfen partikulare Diskriminierungsverhältnisse und gesellschaftliche Positionen unsichtbar zu machen, die Gegenargumente verweisen darauf, dass eine Politik der rein auf Identität bezogenen Interventionen hinter den Zielen emanzipatorischer Politik zurückbleibt. Wohin wollen wir mit feministischer Gesellschaftskritik? Geht es darum, den Status Quo zu korrigieren oder gehts es um eine Politik der radikalen Kritik der Zusammenhänge von Patriarchat, Staat, Nation und Kapital? Wie emanzipatorisch ist eine Politik, deren Ziele sich durch Identitäten definiert?

05/02/2017 – Rojava Teil 2

Ausschnitte eines Vortrags von KARAKÖK AUTONOME tr/ch  unter dem Titel „Rojava und Spanische Revolution – ein Vergleich“.
Den ersten Teil dieses Vortrags findet ihr hier.
Für diese Sendung wurden aus dem Mitschnitt des Vortrags folgende Themenblöcke zusammengestellt:
Der erste zur Revolution der Frauen – ihre Situation und Aktivitäten in Gesellschaft, Politik und im Kampf. Der zweite Teil behandelt Bildung und Religion. Im letzten Teil geht es zuerst um den Umgang mit der politischen Opposition, Gefängnis und Polizei und dann darum, was der Aufenthalt in Rojava für die beiden Vortragenden persönlich verändert hat und schließt mit Gedanken zu Kritik und Solidarität.

18/12/2016 – Buchpräsentation: Selbstbestimmte Norm

In dieser Sendung hört ihr einen Mitschnitt der Buchpräsentation aus dem Oktober 2016 im Wiener Planet 10. Im Verbrecher Verlag erschien 2015 das Buch von Kirsten Achtelik mit dem Titel “Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung”, indem sich die Autorin mit dem Spannungsfeld zwischen emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen Konzepts “Selbstbestimmung” in Bezug auf Abtreibung auseinandersetzt. So mischt sie sich in aktuelle feministische Debatten um reproduktive Rechte ein und positioniert sich entschlossen gegen selbsternannte “LebensschützerInnen” und andere reaktionäre Kräfte. Gleichzeitig argumentiert die Autorin gegen die herrschende Praxis der Pränataldiagnostik und die damit verbundene Tendenz zur Abtreibung von vermeintlich “nicht lebensfähigen”, weil eventuell mit einer Behinderung behafteten Föten.
Zugleich ist es ihr Anliegen, die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen*- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen* mit und ohne Behinderung verständlich zu machen.

02/10/2016 – Repression in Poland: About never happened arson attacks and the ban of abortion

We had the possibilty to make an interview with a supporter of the 3 warsaw anarchists about the recent wave of repression in poland. The interview contains various aspects such as the political situation in poland, the new antiterrorlaw, the prison conditions etc. After the interview you can also hear a short overview about the new polish antiabortion law and the protest against it.
For further informations check out https://wawa3.noblogs.org/